Die Hüterin

Mitten im tosenden Gewimmel bleibt sie stehen.
Etwas in ihr ist still geworden, mitten im Lärm.
Etwas in ihr wächst über sich hinaus.
Wächst über alles Geschehen hinaus.
So muss sich der Fels fühlen -
mitten in der wogenden Brandung ewiger Gezeiten.

Alles ist schon immer da.
Wir müssen uns nur erinnern.
Die Weise Alte wacht auf.
Still. Und präsent.
Voll in ihrer Größe. In ihrer Würde.

Mitten drin - in den tosenden Wettern der Geschichte, mitten zwischen Werden und Vergehen,
mitten zwischen wütender Lebenslust und vernichtenden Kämpfen,
zwischen dem Gelächter und der Verzweiflung der schlafenden Menschenwesen.
Mitten im Gewühl der tanzenden Leiber, des wild-unbewussten Lebens steht sie da.
Sie sieht aufblühendes Leben, liebestrunkene Körper und spürt heiße Tränen mitten in den Schlachtfeldern des Todes.

So viel Liebe ist da.
Mittendrin steht sie. Unsichtbar.
Aber voll bewusst.

Verstehen. Ja, so viel Verstehen ist da.
So viel Annehmen: Ja, so ist es.
Das Herz weitet sich ins Universum hinein.
Alles gehört dazu. JA.
Vor allem aber ist da Liebe. Tiefe warme Liebe.
Und Verstehen.

Alles bewusst wahrnehmen. Alles einatmen.
Und wieder ausatmen.
Es gibt nichts zu tun. Still sein.
Einfach nur da sein. Voll da sein.
Nicht handeln. Nicht eingreifen müssen.
Einfach nur das Bewusstsein sich weiten lassen.
Einfach nur die Energie halten.
Hüter sein. Hüterin sein.

Alles ist vollkommen.
Ah.

 

Dorothea Luther

 

 

Vielfarbig beschreibt Don Beck in „Spiraldynamics“ die Bewusstseinsebenen.
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